Fünf Impulse für Lehrkräfte

Achtsam und gestärkt in schwierigen Zeiten

Als Lehrkräfte haben wir die Möglichkeit, unseren Schüler:innen Stabilität und Sicherheit zu vermitteln. Gerade in Zeiten der Unruhe ist dies wohl eine unserer wichtigsten Aufgaben. Wir sehen manche Klassen jeden Tag und können ihnen nicht nur Wissen, sondern auch Vertrauen mitgeben. Um Kraft zu spenden, müssen wir in schweren Zeiten jedoch besonders gut auf uns selbst achten.

Eine Frau spaziert lächelnd durch einen Park. In einer Denkblase befindet sich ein durchgestrichenes Smartphone.

Aufwand: 4/10
Dauer: 15-20 Minuten
Ziel: Stärkung des inneren Vertrauens und der Resilienz, Stressreduktion

Wir haben keinerlei Kontrolle über das, was gerade in der Welt passiert. Die Ausmaße sind jedoch spürbar und die Bilder, die uns täglich erreichen, erschütternd. Angst zu haben ist eine normale menschliche Reaktion. Sie darf da sein. Wichtig ist nur, dass die Gedanken nicht ins Katastrophisieren geraten. Wenn wir einen kühlen Kopf bewahren, können wir auch für unsere Schüler:innen da sein. Diese fünf Hacks helfen, achtsam und gestärkt durch herausfordernde Zeiten zu gehen:

Angst ist eine normale und sehr menschliche Reaktion

1) Nachrichten und Medienkonsum reduzieren

Es reicht vollkommen aus und macht uns auch nicht zu schlechteren Menschen, wenn wir uns nur ein bis zwei Mal am Tag über das Weltgeschehen informieren. Ratsam ist dabei, die Nachrichtenquellen bewusst zu wählen und auf gut recherchierte und nicht zu reißerische Berichterstattung zu achten. Wenn du unsicher bist, ob Informationen seriös sind, helfen Angebote zum Faktencheck. Eine Auswahl findest du unten in der Linkliste.

2) Reduktion unseres Social-Media-Gebrauchs

Auch eine Reduktion unseres Social-Media-Konsums hilft, den Fokus nicht zu verlieren. Denn auch auf Instagram und Co. werden wir unverhofft mit herausfordernden Informationen konfrontiert. Du scrollst durch deinen Feed, schaust auf süße Katzenbabies und tolle Lehrer:innen-Tipps und dann tauchen plötzlich Informationen, Nachrichten oder sogar Bilder auf, die dich erschüttern. Ein achtsamer Umgang mit Social-Media zu ausgewählten Zeiten schützt vor unvorhersehbaren Informationen, die uns ungewollt aus der Balance werfen. Idealerweise fällt die Social-Media-Zeit in die Nachrichten-Zeit.

3) persönliche Verbindungen und Beziehungen aufbauen und pflegen

Anstatt im Nachrichtenstrudel zu versinken, können wir die Zeit nutzen, um unsere Gedanken mit Freund:innen und Familie zu teilen. Verletzbare Gespräche reduzieren Stress und helfen, die angesammelten Sorgen zu sortieren. Beziehungen ermöglichen es uns, auch schöne Dinge im Alltag zu erleben und Leichtigkeit zu erfahren. Verbindungen mit lieben Menschen geben uns Kraft. Lasst uns sie daher noch mehr ausbauen und pflegen. Solltest du jedoch feststellen, dass du noch mehr Beistand benötigst, scheue nicht, dir professionelle Unterstützung zu holen oder eine Seelsorge-Hotline anzurufen. Zwei Angebote findest du in der Linkliste.

4) Rituale und Routinen aufrecht erhalten

Was ist dein „Power-Ritual“? Ist es Meditieren, Tanzen, Sport, Singen oder vielleicht Malen? Egal was es ist, höre nicht auf damit. So klein sie auch sein mögen, unsere Routinen geben uns Halt, Kraft und Energie. Genau das, was wir momentan brauchen. Du bist dir unsicher, welche Tätigkeit ein gutes Ritual werden kann, frage dich:

Wo kann ich entspannen? Was gibt mir Kraft? Wie kann ich Stress abbauen? Wonach fühle ich mich aufgeladen? Und vertraue, dass das genau das richtige ist.

Fragen, mit denen du dein Power-Ritual findest

5) Helfen, wo und wie es möglich ist

Was gegen das Gefühl der Hilflosigkeit hilft und unser Wohlbefinden fördert ist, selbst tätig zu werden und zu helfen. Vielleicht organisierst du mit deiner Klasse eine Spendenaktion, spendest selbst oder packst bei einer der zahlreichen Hilfsaktionen mit an? Du wirst sehen, es lohnt sich. Wir müssen nicht untätig zuhause bleiben. Wir können an so vielen Stellen etwas Positives bewirken. Und egal wie klein es ist, unsere Hilfe wird gebraucht und leistet ihren Beitrag. Du bist unsicher, wohin du spenden kannst? Schau bei den Infoseiten in der Linkliste vorbei, sie haben alle Informationen sehr gut zusammengetragen.

Helfen hilft uns auch

Die momentanen Zeiten sind für uns alle eine Herausforderung. Doch gemeinsam können wir füreinander da sein, uns Raum zum Kraft tanken geben und unsere Schüler:innen mit der bestmöglichen Gelassenheit begleiten.

Wir von Schulflix wünschen dir alles Gute. Danke für deine wertvolle Arbeit.

Linkliste:

Du möchtest den Wahrheitsgehalt von bestimmten Meldungen überprüfen? Hier sind tolle Angebote für einen Faktencheck:

Telefonische Beratung bei psychischer Belastung findet ihr hier:

Es gibt auch ein muslimisches Beratungsangebot:

Informationen zum sinnhaften Spenden und Helfen wurden hier zusammengetragen:

 

 

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30.09.2022